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Freundeskreis für Orgelmusik an St. Andreas Korschenbroich e.V.

Wolfgang Seifen
Foto: privat

Aktuelles:


Sonntag,18. März 2012, 17.00 Uhr
Kirche St. Andreas Korschenbroich, Kirchplatz 2


1. Konzert der 35. Internationalen Orgelwoche

Orgel-Film-Improvisationkonzert
zum Stummfilm”Metropolis” von Fritz Lang
(restaurierte Fassung 2010)

Wolfgang Seifen
(Berlin)


Veranstalter:
Pfarre St. Andreas Korschenbroich,
Freundeskreis für Orgelmusik an St. Andreas Korschenbroich,
Sparkassenstiftung Korschenbroich,
Kulturamt der Stadt Korschenbroich
 


„Singet dem Herrn ein neues Lied“ (Psalm 96)

Gedanken zur Neueinsegnung der St.-Andreas-Orgel

„Liturgie ist Spiel vor Gott“, formulierte Romano Guardini. Sie ist ein Gesamtkunstwerk, in dem Ton und Wort eins werden. Eine Allianz, die den höchsten seelischen Ausdrücken und Vorgängen gerecht wird. Je enger Ton und Wort mit der Liturgie verbunden sind, desto heiliger werden sie, desto mehr wird das Spiel vor Gott „Heiliges Spiel“.

Die Orgel gehört seit über 700 Jahren zur musikalisch-liturgischen Praxis, zum „Heiligen Spiel“, der Kirche. In der Liturgie ist sie ein musikalischer Konzelebrant. Sie kann das Wort Gottes hör- und erlebbar machen und gleich einer Predigt immer wieder neu interpretieren. Im Zweiten Vatikanischen Konzil wurde sie als bevorzugtes Instrument der Liturgie erneut bestätigt: „…ihr Klang vermag den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar zu steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben.“ (II. Vat., Sacrosanctum Concilium Nr. 11). Ich hoffe, dass unsere Orgel vielen Menschen hilft, im Gebet und in der Liturgie Gott zu finden und ihm näher zu kommen. Ihre Klangpracht lässt uns etwas von der Größe und Allmacht Gottes erahnen, ihre mystischen Klänge etwas von seinem undurchdringlichen Geheimnis.

Gegen alle Sparmaßnahmen setzen wir mit der Renovierung der St.-Andreas-Orgel eine eindrucksvolle Priorität: dem Lobe Gottes ist nichts vorzuziehen. All die schönen, kostbaren Dinge in unseren Kirchen und Gottesdiensten gewinnen ihre Rechtfertigung nicht zuletzt aus der Rechtfertigung des Tuns der Maria bei der Salbung Jesu in Bethanien. Maria nahm ein Pfund kostbarster Salbe und salbte Jesu die Füße. Sie handelt aus überströmender Liebe und rechnet nicht. Judas kritisiert Maria. Er will die Salbe verkaufen und den Erlös den Armen geben. Er fragt: Was kommt dabei heraus? Er rechnet. Christus gibt nicht dem nützlichkeitsdenkenden Judas recht, sondern der verschwenderischen Maria. Christlich ist immer ein Handeln aus überfließender Liebe, die darum auch vermeintlich „Überflüssiges“ tut und zwar nicht nur für den Nächsten, sondern auch und gerade für Gott. Die Frage: Muss das denn sein? Ist das denn nötig? darf das gottesdienstliche Tun unserer Kirche niemals bestimmen. Noch weniger die Frage: Was kommt dabei heraus? Was erreichen wir bei den Menschen damit? Dies wäre nicht besser als die Frage, was wir mit unseren Gottesdiensten bei Gott „bewirken“ wollen.

Gerade heute, in einer Zeit abnehmender Kirchenbesucherzahlen und großer Not in der Welt, müssen wir Christen singen. Wir Menschen singen gerne, wenn es uns gut geht. Christen und gläubige Menschen singen aber auch in der Not. Die drei Jünglinge im Feuerofen singen angesichts des Todes ein Loblied auf den Herrn, die Dichterin Gertrud von Le Fort lässt Ordensfrauen, die in der Revolution das Schafott besteigen müssen, das „Veni Creator“ singen und von Pater Maximilian Kolbe wird berichtet, dass er im Hungerbunker sterbend immer wieder sang. Unsere Musik drückt aus, dass wir in der Welt des Hungers und der Not stehen und wir aber zugleich diese Welt schon überwunden haben in der Auferstehung.

Mit der Renovierung der St.-Andreas-Orgel setzen wir ein Zeichen des Glaubens, nach außen wie nach innen: die Kunde vom lebendigen Gott - mitten unter uns. Wenn wir ihn in der Musik erfahren, so können wir auch beherzigen, was der hl. Don Bosco seinen Freunden ins Stammbuch geschrieben hat:

„Halte dich an Gott. Mach es wie ein Vogel, der nicht aufhört zu singen, auch wenn der Ast, auf dem er sitzt, bricht, denn er weiß, dass er Flügel hat.“

Mit herzlichen Grüßen, Ihr GdG-Kantor, Henning Dembski

 

Das Korschenbroicher Orgel-Projekt


Prospektpfeifen der St.-Andreas-Orgel
(Foto: Olaf D. Hennig)

Renovierung der St.-Andreas-Orgel in drei Bauabschnitten

Das Korschenbroicher Orgel-Projekt hat von Anfang an national und international großen Zuspruch unter Experten, Musikfreunden und Kunstliebhabern gefunden. Diesen Zuspruch teilen auch die Bewohner der Stadt und der Region, die ein bedeutendes Instrument für ihre Heimat erhalten wollen. Dies hat den Freundeskreis für Orgelmusik an St. Andreas, Korschenbroich e.V. als Initiator des Projekts veranlasst, den mutigen Schritt zu wagen und die drei Bauabschnitte der Orgelrenovierung mit einem Finanzierungskonzept anzugehen, das auf ihre Unterstützung baut. Bis zur Tilgung der Kosten der bereits überaus erfolgreich abgeschlossenen ersten beiden Bauabschnitte bedarf es noch immer gewaltiger Anstrengungen. Wegen zunehmender Störanfälligkeit der noch nicht renovierten Orgelteile kann jedoch die Ausführung des dritten und letzten Bauabschnitts nicht weiter aufgeschoben werden. Die Kosten der noch anstehenden Arbeiten betragen rund 100.000 Euro. Sie werden zu etwa einem Drittel durch die Umwidmung der für den siebten Internationalen Orgelwettbewerb eingeplanten Gelder sowie die Veranstaltung zahlreicher Benefizkonzerte aufgebracht. Ein besonderer Dank gilt hier den Künstlern der Benefizkonzerte sowie der Sparkassenstiftung Korschenbroich für ihre engagierte Hilfe beim Aufbau dieser Finanzierungsbasis. Der ursprünglich für 2009 geplante Wettbewerb entfällt somit und wird nun dem gewohnten Zweijahresrhythmus entsprechend im Jahr 2011 stattfinden. Dieser Prospekt soll nicht zuletzt dazu dienen, neue Förderer zu gewinnen und dringend benötigte finanzielle Mittel zu erschließen. Dabei soll aber nicht das Engagement der vielen Menschen vergessen werden, die bisher schon ihren Beitrag zum Gelingen des Projekts geleistet haben. Ihnen sagen wir an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!


So können sie helfen

Wenn sie mithelfen möchten, den letzten Bauabschnitt der Renovierung der St.-Andreas-Orgel zu finanzieren, bieten sich ihnen viele Möglichkeiten. Eine besondere Form der Unterstützung haben sie mit der Übernahme einer Orgelpfeifen-Patenschaft: sie suchen für sich oder eine andere Person  eine Pfeife aus, für die sie eine Patenschaft übernehmen wollen. Auch Gruppen oder Vereine könnten eine Patenschaft übernehmen. Die entsprechende Pfeife wird auf einer Übersicht markiert und ist damit für weitere Interessenten gesperrt. Ihr Name und die Bezeichnung ihrer Pfeife werden auf Wunsch in einer öffentlich ausgestellten Liste eingetragen. Nach Abschluss aller Renovierungsarbeiten wird diese Liste auf der Orgelempore fest installiert. Außerdem erhalten sie eine Patenschafts-Urkunde und eine Spendenbescheinigung. Natürlich können sie auch mehrere Pfeifen oder gar ein ganzes Register übernehmen, oder einen Dreiklang, oder… Ihrer Phantasie sind bei den 360 im Zuge des letzten Bauabschnitts zu renovierenden oder neu anzuschaffenden Pedalpfeifen kaum Grenzen gesetzt. Und da der Erwerb oder die Überarbeitung einer großen Pfeife natürlich mehr kostet als einer kleinen, sind die Preise gestaffelt, so dass auch in dieser Hinsicht eine Auswahlmöglichkeit besteht. Um die Preisgestaltung der Orgelpfeifen-Patenschaften insgesamt zu vereinfachen und übersichtlicher zu gestalten, haben wir die Pfeifen jeweils zu Gruppen zusammengefasst, für die dann ein Durchschnittswert ermittelt wurde.

Es gibt sechs Preiskategorien, von 15 bis 480 Euro.  Wir hoffen, die noch hohen Restkosten mit ihrer Hilfe finanzieren zu können.

Bitte sprechen Sie uns an.
Wir schicken Ihnen dann umgehend den Flyer per Post oder als Anhang zu einer E-Mail (pdf-Datei).

Freundeskreis für Orgelmusik an St. Andreas, Korschenbroich e.V.:

1. Vorsitzender: Johannes Gippert
Tel: 0 21 61 / 67 09 86 hl-gippert@t-online.de

Schriftführer: Peter-Josef Stefes
Tel: 0 21 61 / 64 04 06 peter-josef.stefes@arcor.de

Künstlerischer Leiter: Henning Dembski
Tel: 0152/51946332, henning.dembski@gmx.de

 Bankverbindung: Sparkasse Neuss, BLZ: 305 500 00, Konto-Nr.: 26115154